Features sind keine Innovationen

In letzter Zeit stelle ich immer öfter fest, das es bzgl. der Neunetwicklung von Hard- und Software zwei divergente Diskussionsstränge gibt. Es gibt die immer noch sehr stark faktengetriebene Welt der Features und Paramenter. Da geht es um Pixelauflösungen von Kameras, Speicherplatz von Tablets, Schnittstellen zu allem Möglichen, HD, Full-HD oder 3D. Es ist eine werbliche und nerdige Betrachtung der Dinge. Sehr offensichtlich wurde das an der gestrigen Vorstellung des Apple iPhone 4S und der durchs Netz rollenden Kritik der fehlenden Innovation. Warum kein größeres Display? Warum nicht flacher? Im übrigen gab es diese Welle der Enttäuschung bereits bei der Vorstellung des iPad. Wenn man sich den Tablet-Markt heute ansieht fragt keiner mehr nach fehlenden USB-Schnittstellen.

Noch viel zu wenig findet eine Dikussion darüber statt, welchen Mehrwert Produkte und Software tatsächlich für eine sich rasant verändernde Gesellschaft bringen. Und hier spielen Features und technische Parameter aus meiner Sicht keine Rolle. Es werden maximal kurzfristige Hypes erzeugt, aber keine langfristigen Effekte. Bleiben wir beim Beispiel iPhone 4S. Die Nerds sind enttäuscht, weil es keine super Features gibt. Ich denke, das eine exzellent funktionierende Sprachsteuerung ein wahnsinniger Beschleuniger werden kann, denn das Mensch-Maschine-Interface ist eine andauernde Innovation und der Weg wird ganz sicher in Richtung Voice & Touch gehen.

Innovationen sind Produkte und Software, die unser Leben nachhaltig so verändern, das es für uns eine Erleichterung und Optimierung darstellt. Hardware und Software dürfen gar nicht auffallen, sie müssen sich in den Alltag integrieren und mit uns agieren. Dann ist es nachhaltig.