30 Tage vegane Lebensweise

Nach fast 20 Jahren vegetarischer Ernährung und einigen Heilfasten-Phasen hatte ich mich im März diesen Jahres an die 30-Tage-Challenge aus dem Buch “Vegan for fit” (Amazon-Link) gewagt.

Eins vorweg: Die mentale Erfahrung noch bewusster (und meist gesünder) zu essen ist ähnlich wie bei Fastenkuren sehr intensiv und nachhaltig.

Auf der anderen Seite ist abseits vom privaten Einkaufen und Kochen der organisatorische Alltag voller Hürder. Kuchen bei der Schwiegermutter, der schnelle Milchcafé an der Autobahnraststätte oder ein geschäftliches Essen am Abend - darauf müsste ich verzichten oder sehr ausgewählt vorgehen. Will ich aber nicht. Mein Ziel war es nie, radikal bekehrender Veganer zu werden, sondern meinem Körper gutes zu tun.

Aus diesem Grund fällt die Bilanz nach 30 Tagen so aus, das ich vegan esse wo es geht und kein negativen Einfluss auf meine persönliche Lebensqualität entsteht. Wenn es nicht  passt oder ich Lust auf einen Latte Macchiato mit Kuhmilch habe, dann trinke ich den. Unterm Strich habe ich meine Ernährung noch weiter intensiviert, beschäftige mich noch mehr mit den Lebensmitteln und habe meinen Körper erneut besser kennengelernt.

Genau diese Erfahrung lege ich jedem ans Herz. Kauft euch dieses (oder ein anderes) Buch und kocht ab und zu vegan. Iht tut euch etwas sehr gutes, und auch unserer Umwelt.

Internet of Things oder Gefängnis Browser

Noch immer glaube ich daran, das der idealistische Nutzen des Internets darin liegt, die Gesellschaft zu verbessern und in ein neues Zeitalter zu begleiten. Im aktuellen Zeitalter der Webspecials und Bannerkampagnen wird das oft belächelt, ich lasse es mir aber nicht nehmen ;-)

Ein schier grenzenloses Potential des Internets (Grafik oben) besteht darin, das sich “Dinge” miteinander vernetzen, Daten erfassen, auswerten und semantisch nutzen können. Gestern abend durfte ich zum Thema “Internet of Things” einen Vortrag halten. Die Kernbotschaft aus meiner Sicht ist es, den Tellerrand des Browsers (der kann nämlich nicht wirklich viel) zu verlassen und das Potential des Internets zu erkennen. Meines Erachtens nach liegt dort ein sehr großes Innovationspotential (noch) im Dornröschenschlaf. Es werden neue Produkte, erweitere Produkte, Services und Geschäftsprozesse entstehen. Noch markenlastige Dinge wie das lernende Thermostat nest oder das Nike Fuel Band sind erst der Anfang. Die Auswirkung im Bereich der Energie, Gesundheit, Mobilität und Lebensraum wird schon in den nächsten 3-5 Jahren deutlich zu sehen sein.

Telekom-Drücker im Call-Center?

Eins vorweg, ich bin kein notorischer Telekom-Basher, sondern eigentlich ganz zufriedener Kunde. Das sag ich auch jedem.

Aber.

Was ich heute abend erlebt hatte ist so grenzwertig assozial, wie es einem Konzern wie der Telekom nicht würdig ist. Oder die Verzweiflung und Panik ist so groß, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Was ist passiert?

Gegen 18.55 Uhr klingelte mein Handy, zeigte eine 0800-Nummer und am Telefon war ein Hotline-Mitarbeiter, offiziell in Mission der Deutschen Telekom. Das erste Problem war, das der gute Mann ganz offensichtlich im Auto unterwegs war und mobil anrief. Das zweite Problem war, das er 3 Minuten derart schnell mit mir sprach und mir ein Angebot machen wollte, das ich doch sicher nicht ablehnen könne.

Als ich bat, mir einige Fragen zu beantworten, erwähnte er, eine neue SIM-Karte sei schon unterwegs und ich könne ja jederzeit wiederrufen.

In seinem VHS-geschulten Callcenter-Slang erläuterte er mich nochmal, das ich das doch nicht ablehnen könne. Ich finge wieder an Rückfragen zu stellen. Und dann wurde er patzig, beschimpfte mich, das hätte ich doch früher fragen können usw.

Ich wollte ihm dann erklären, das er mir ja etwas verkaufen will. Daraufhin sagte er wörtlich “Ist ja gut” und beendete das Gespräch.

Liebe @telekom_hilft: Mir ist völlig klar, das es solche und solche Mitarbeiter gibt. Was ihr aber über euer Call-Center treibt ist unwürdig und peinlich. Der Verkaufsdruck scheint so hoch zu sein, das Mitarbeiter gezielt versuchen, die Leute abends um 20.00 Uhr über den Tisch zu ziehen.

Aus meiner Sicht ist das bewusste Irreführung und fast schon Nötigung. Ich werde rechtlich gegen die Mitarbeiter vorgehen. Wenn das nichts hilft solltez ihr einsehen, das das unfassbar betrügersiche Vorgehensweisen sind.

Bin gespannt auf die Stellungnahme, werde hier nicht locker lassen. Dieser Drücker hat aus einem zufriedenen Kunden in 3 Minuten einen extrem verägerten Kunden gemacht. Glückwunsch!

Eine Kündigung

Liebe Commerzbank,

nein, ich melde mich nicht, weil ich ein Beratungstermin in “meiner” Filiale vereinbaren will. Vor 15 Jahren wurde ich Kunde der Advance Bank - schon damals ein bewusste Entscheidung für eine Online-Bank. Nach der Übernahme der damals noch exitsierenden Dresdner Bank war ich dann ungewollt Kunde der Dresdner Bank und jetzt bin ich Kunde der Commerzbank. Ich habe mich dafür nie bewusst entschieden. Und du hast mich nie Willkommen. Der einzige “Service” den du als “Bank an meiner Seite” leistest sind ständige Anrufe drittklassiger Call-Center-Mädels, die mich zu einem Beratungstermin in die nächste Filiale bringen wollen. Ich will nicht und äußere das - was nichts verändert.

Ich möchte ein anständiges Online-Banking, gute Konditionen und eine Bank, die sich ändern will. Ach ja, und endlich diesen komischen neuen Tan-Generatoren, den deine Konkurrenz schon seit Jahren einsetzt. Danke für die neue TAN-Liste.

Das möchte ich mit dir diskutieren - online. Aber wo bist du? Wo führst du Dialog, ich hab nichts gefunden. Nicht an meiner Seite! Jetzt denkst du, ach, das ist so ein neuer Digital Native, der unseren Produkten misstraut und Nachrichten über Facebook schreibt? Richtig, Volltreffer.

Ihr habt keine Ahnung, wie ihr mit Kunden wie mir umgehen müsst, keine Strategie und keine guten Produkte. Daran ändern auch dämliche Werbespots und lustige Kampagnen nichts. Es wird immer mehr Leuten so gehen wie mir, das werdet ihr noch merken. Mich habt ihr nach 15 Jahren als Kunden verloren.

Was Co-Working mit einem Kindergarten zu tun hat …

Die meisten haben es mitbekommen, seit August 2012 habe ich mein Büro im heimathafen, einem Wiesbadener Co-Workingspace. Der heimathafen ist geprägt vom Grundgedanken des Social Business, es soll nicht immer um Geld gehen, sondern um (Mehr-)Werte.

Ja, das gibt es.

Ich teile meinen Raum mit den Kollegen des neu gegründeten Designstudios immerwiederdesign. Und da die Chemie zwischen uns mehr als stimmt haben die drei Designer für die Kindergruppe omnibus e.V. kostenlos ein Logo und einen kleinen Styleguide erstellt. Für den omnibus e.V. bin ich seit einigen Jahren ehrenamtlich tätig.

Und es ist deshalb einen Blogbeitrag wert, weil es alles andere als selbstverständlich ist. Wir haben alle viel zu tun und Projekte ohne Ende. Für einen gemeinnützig geführten Kindergarten ist es eine Leistung, die “am Markt” bei einer kleinen Agentur schnell 2.000 - 3.000 € kostet - was nicht finanzierbar wäre. Und im Jahr 2013 wird auch ein Kindergarten Kommunikation benötigen, z.B. bei der Suche nach neuen Kinder, bei der Suche nach Fachpersonal und beim Fundraising. Der Mehrwert ist riesig.

Deshalb Vielen Dank an Miriam, Norbert und Jannis.

Mache ich Strategie und wenn ja, wie?

Die letzten beiden Jahre als freiberuflicher Berater waren geprägt von der Unterschiedlichkeit der einzelnen Projekte und der damit zusammenhängenden Frage nach der eigenen Fokussierung. Nach über 10 Jahren in Agenturen waren für mich zwei Dinge schnell klar:

  • Eine zeitgleiche und exzellente Entwicklung von Strategien und die Umsetzung von Maßnahmen unter einem Dach ist kaum möglich. Hier halte ich es mit den Kollegen der Strategieagentur different: “Will man die beste Strategie anbieten, darf man an der Umsetzung nichts verdienen” (www.different.de)
  • An der Umsetzung von Projekten, die nicht auf strategischen Erkenntnissen basiert, möchte ich nicht (mehr) arbeiten

Mit dieser Entscheidung fühle ich mich sehr wohl. Aber es schließt sich die Frage an, was Strategie genau ist, v.a. wo sie beginnt und wo sie aufhört. Eins vorweg: Es gibt keine einheitliche Definition und damit auch keine eindeutige Leistungsbeschreibung oder Vorgehensweise. Wenn eine Designagentur von Strategie spricht und Ihren Kunden anbietet ist ganz sicher etwas anderes gemeint als wenn eine Unternehmensberatung das tut. Ich will damit nicht sagen, das das eine richtig und das andere falsch ist. Es ist aber nicht allumfassend.

Im Bereich der digitalen Kommunikation muss der Begriff sehr abstrakt verwendet werden, da sich mittlerweile sehr viele Einzeldisziplinen subsummiert haben, die freilich alle auch strategisch berachtet werden können. Eine inflationäre Verwendung des Begriffes macht es aber nicht besser.

Die aktuell beste weil einfachste und klarste Definition liefert die Strategieberatung Undercurrent hier.

Über diese Definition hinaus ist für mich noch sehr offensichtlich, das Strategie auch eine Schnittstellenfunktion zwischen den Disziplinen wahrnehmen muss. Wir müssen Strategie auch zum Leben erwecken, dazu gehören Schnittstellen zu Konzeption, Design oder Produktmanagement. Nur wenn das gelingt ist es eine nützliche und gute Strategie. Ich will Dinge verändern und Probleme lösen und keine unnützen Dokumente produzieren, die in Vorstands-Schubladen verschwinden.

WERBUNG - MANIPULATION OHNE SKRUPEL

Zu Recht wird unser auf Wachstum getrimmtes Gesellschafts-System kritisiert. Konsum ist einer der Ersatzhandlung für fehlende Werte. Immer öfter wird das in Frage gestellt und nach Alternativen gesucht. Die Schuldigen wurden auch schnell gefunden: Banken, Lobbyisten und Politiker. Allesamt egogetrieben und skrupellos.

Was dabei übersehen wird ist die Tatsache, das unser überhitztes Kommerzklima auch ganz gezielt von immer größer werdenden und global agierenden Konzernen mit immer mehr Produkten bestückt wird. Und diese immer neuen Produkte brauchen können in den übersättigten Markt nur durch Werbung eingeführt werden. Ich spreche hier von Werbung in allen Kanälen! Jahrzehntelang hat man “Werbern” beigebracht, das man die dummen Verbraucher manipulieren. Noch heute ist dieser Glaube vorhanden und nährt sich aus teilweise gigantischen Werbeetats.

Jetzt kann man sich die Frage stellen, wieso ich das kritisiere. Das tue ich, weil aus meiner Sicht der Prozess und die handelnden Personen sich Ihrer Verantwortung nicht bewusst sind. Getrieben vom Absatz und dem Glauben an Manipulation werden Keyvisuals und Headlines wie am Fließband produziert. Und Hand aufs Herz: jeder von uns hat aktiv oder passiv schon an einem Meeting teilgenommen, wo Werbung zum Selbstzweck gemacht wird, wo Produktlügen in schöne Kampagnen gepackt werden und wo den Menschen erzählt wird, was sie kaufen sollen um auch weiterhin cool zu sein.

Schauen wir uns ein Beispiel aus meinem privaten Umfeld an:
Vor kurzem war ich mit meinem kleinen Sohn einkaufen. In den Regalen der Kühltheke war auf Augenhöhe für Kinder eine Reihe von Danone-Fruchtjoghurts platziert, mit dem Deckel in Blickrichtung der Kinder und bedruckt mit dem aktuellen Dauerbrenner unter kleinen Jungs: Disneys “Cars”.




Diese Joghurts enthalten lt. Danone folgende “Nährwerte”:




Wie man erkennen kann, besteht das Produkt zu einem großen Teil aus Zucker und gesättigten Fettsäuren. Beides Stoffe die Kinder lt. Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht essen sollten. Lustig ist in diesem Zusammenhang auch, das die Angaben des prozentualen Tagesbedarfs auf Basis eines Erwachsenen mit 2.000 kcal gemacht werden, Kinder im Alter von 3 Jahren aber nur 1.300 kcal benötigen. Umgerechnet bedeutet das, mit einem dieser Joghurts hätte mein Sohn 30% seines Zuckerbedarfs gedeckt. Well done, Danone.

Schaut man sich gleichzeitig die aktuellen Diskussionen um die Ernährungsgewohnheiten von Kindern, Übergewicht und Diabetes an ist das schlicht unverantwortlich. Und genau das möchte ich kritisieren und anprangern: Die fehlende Verantwortung der Werbung und den Prozessbeteiligten. Im Falle der Danone-Joghurts kann ich mit das Meeting mit Kunde, Werbeagentur und POS-Spezialist vorstellen und bin angewidert.

Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine Branche an den Pranger stellen oder den Gutmenschen spielen. Ich finde nur, das es an der Zeit ist, einer der größten Dienstleistungszweige der Welt in die Verantwortung zu ziehen. Da ist Kinderjoghurt nur ein kleines und persönliches Beispiel.

Inspiration Berlin
From last thursday to saturday i visited Berlin. It’s a kind of short trip i have done three times in the past. And again, it was amazing. I had very good and profound talks to potential new customers, buddies an friends.
The time beetween those get-togethers i walked around the city, joined a lot of very good coffee and inhaled the very special, very creative and very open atmosphere overall. As a freelancer with a goal to have a close look right and left from the focus on daily jobs - this is like a strong push of motivation and new ideas.

Inspiration Berlin

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Liebe Kinder, das ist ein Taschenrechner den Papi in der Schule hatte! (Wurde mit Instagram aufgenommen)

Liebe Kinder, das ist ein Taschenrechner den Papi in der Schule hatte! (Wurde mit Instagram aufgenommen)

Naechster Halt: Co-Working

In den letzten Monaten habe ich an verschiedenen Plätzen gearbeitet. Teilweise bei den Agenturen oder Unternehmen vor Ort und phasenweise auch zu Hause. Die Flexibilität ist groß, mehr wie mein MacBook und WLAN brauch ich nicht zum arbeiten. Zu Hause arbeiten klingt einfacher als es ist und arbeiten in normalen Cafés (was ich gerne und oft mache derzeit) ist auf Dauer keine Lösung.

Parallel hat sich in den letzten Jahren die Diskussion um Co-Working-Spaces verdichtet, was ich persönlich sehr begrüße. Auch im Rhein-Main-Gebiet bewegt sich derzeit einiges. Da gibt es z.B. das wirklich sehr innovative Konzept und die außergewöhnliche Location des Nizza-Lofts und das Co-Working-Café heimathafen. Und für letzteres habe ich mich nun entschieden und werde ab August im heimathafen tätig sein. Dort wird mit Liebe ein familiäres Office inkl. gemütlichem Café realisiert.

Ich freue mich auf diesen nächsten Schritt, eine sehr kreative und zentrumsnahe Location und bin gespannt auf die neuen Netzwerke und Synergien, die sich ergeben werden.